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Die vier besten aus Island

Nach 3 1/2 Wochen Island im Sommer 2018 mit der Familie hier ein Versuch, die vier besten Bilder auszuwählen. Vier deshalb, weil wir vier verschiedene Häuser in vier Gegenden hatten: Südwesten, Westen, Norden und Osten.

 

Zuerst der Süd-Westen, der goldene Kreis. Unmengen von Touristen im Juli. So habe ich hier eines vom Gullfoss morgens um 4 Uhr ausgewählt, als ich völlig alleine dort war. Es hat stark gewindet und die Gischt ist Hunderte von Metern weit geflogen. Ich hatte jeweils nur Sekundenbruchteile in einer Windpause, um mehr oder weniger blind ein Bild zu machen- dann war wieder Linsenputzen dran. So stelle ich mir die Erde vor 3 Milliarden Jahren vor, daher auch der Bildtitel „Archäozoikum“.




Als nächsten Snaefellsnes, bei Hellnar. Immer wieder besuchte ich die Felsnadeln bei Londrangar, bei allen möglichen Licht- und Wetterstimmungen. Besonders angemacht hatte mich ein Thymian-Polster im grünen Moos, das ich immer wieder besucht habe. Aus allen Bildern habe ich eines an einem bewölkten Tag ausgewählt.





Als drittes dann der Norden. Zweimal nahmen wir den Weg zum Aldeyjarfoss unter die Räder. Beim ersten Mal begann dort ein zwei-tägiger Regen – die Fahrt zurück auf der Lehmpiste mit dem normalen PW wurde ziemlich dreckig....

Beim zweiten Mal gab es dann eine schöne Abendstimmung, auch wenn ohne viel Farben. Aber diesmal war die Farbe des Wassers wirklich unglaublich intensiv. Dafür dass am Godafoss Hunderte von Touristen herumschwirrten, war es wirklich unglaublich, dass wir hier zweimal über Stunden völlig alleine waren, und das Mitten im Sommer. Als Bild hier ein Panorama, um die ganze Grossartigkeit dieses Ortes zeigen zu können.





Und als letztes der Osten – unser Haus stand am Ende eines Fjordes. Zum Haus gehörte ein Vogelbeobachtungshäuschen und eines Morgens auf dem Weg dahin lag in der Mitte der Bucht am Ende des Fjordes ein seltsamer Stein.....Als ich merkte, was dort lag, holte ich schnell die ganze Familie. Wir hatten schon im Gästebuch gelesen, dass im Jahr davor ein Seehund die Bucht immer wieder besuchte – wir hatten Glück und er war wieder da! Ich hatte genügend Zeit, mich langsam an das Bild heranzutasten, da er sich von uns nicht stören liess. Dieses Bild ist am nächsten Tag entstanden, als er sich morgens wieder blicken liess und sich auf den Steinen unter Wasser ausruhte. Dieses Bild gefällt mir von allen am besten: es war kurz fast windstill, so dass es eine schöne Spiegelung gab, und der Hang auf der anderen Seite der Bucht gab als Spiegelung einen weichen und farblich passenden Hintergrund.




Veröffentlicht am 12.06.2019 21:35 Uhr.

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© Bernd Nowack, 2018

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